die temporären Logbücher

Meine temporären Logbücher sind die die ich bei laufendem Funkbetrieb führe. 

Bei der Auswahl der Hard- und Software gab es folgende Überlegungen:

  • Fall 1: will ich nur eine Logdatei erzeugen und alle Daten eintippen?
  • Fall 2: will ich eine Logdatei erzeugen und die Daten der Gegenstelle automatisch übernehmen können?
  • Fall 3: will ich eine Logdatei erzeugen und die Daten der Gegenstelle sowie die Einstellungen am Transceiver automatisch übernehmen können?
  • Fall 4: will ich eine Logdatei erzeugen und die Daten der Gegenstelle sowie die Einstellungen am Transceiver automatisch übernehmen können und außerdem mit demselben Rechner den Transceiver steuern?

Außerdem sollte die Auswahl sowohl für den stationären als auch für den portablen Betrieb benutzt werden können.

Ich habe mit Fall 2 angefangen, bin irgendwann bei Fall 4 angekommen und dann auf Fall 3 zurückgegangen.

Hardware

Bei stationärem Betrieb mit WLAN könnte die Auswahl der Hardware so aussehen:

  • Fall 1 und Fall 2: hierfür genügt ein altes Smartphone oder Tablet ohne SIM-Karte.
  • Fall 3 und Fall 4: hierfür braucht man ein Notebook.

Bei portablem Betrieb ohne WLAN könnte die Auswahl der Hardware so aussehen:

  • Fall 1: hierfür genügt ein altes Smartphone oder Tablet ohne SIM-Karte.
  • Fall 2: hierfür braucht man ein Smartphone oder Tablet mit SIM-Karte sowie Datenvolumen.
  • Fall 3 und Fall 4: hierfür braucht man ein Notebook und ein Smartphone oder Tablet mit SIM-Karte sowie Datenvolumen.

Software

Die Auswahl der Software sollte sowohl stationären als auch portablen Betrieb ermöglichen.

  • Fall 1: eine simple Logbuch-App ohne weitere Funktionen die nur ADIF- und Cabrillo-Files erzeugen kann. 
  • Fall 2: eine Logbuch-App für Fall 1 die man außerdem mit qrz.com oder einer ähnlichen Anwendung verbinden kann.
  • Fall 3: eine Logbuch-Software für Fall 2 die außerdem die Daten des Transceivers auslesen kann.
  • Fall 4: eine Logbuch-Software für Fall 3 plus eine CAT-Software mit der man den Transceiver steuern kann.

meine Auswahl für Fall 4

Hardware:

  • Transceiver Yaesu FT-710 Field,
  • CAT-Kabel (USB A-B),
  • Notebook (mit Windows 11).

Portabel kommt noch ein Smartphone und ein weiteres USB Verbindungskabel hinzu um die Verbindung zum Internet herstellen zu können.

Software:

  • HamRS für die Logbücher.
    HamRS ist vor allem auf den Portabelbetrieb und hier vor allem auf Field Days wie Pota, Sota usw. ausgerichtet, eignet sich aber auch sehr gut für den stationären Betrieb. Die Software gibt es für Windows, MacOS, Linux und Raspbian und auch als App für Android und iOS. 
    HamRS kann mit qrz.com verbunden werden. Die Daten der Gegenstation erscheinen dann automatisch und werden übernommen. Außerdem können mit einem Mausklick alle neuen QSOs von HamRS nach qrz.com kopiert werden. Voraussetzung hierfür ist ein kostenpflichtiges Konto bei qrz.com.
    Die HamRS-App lässt sich mit der HamRS-Software in beiden Richtungen synchronisieren. Voraussetzung hierfür ist ein kostenpflichtiger Sync-Plan bei HamRS.
  • FT-710 USB Virtual COM Port Driver (Windows 11/10).
    Erzeugt beim Verbinden des Rechners mit dem Transceiver zwei virtuelle COM-Ports.
    Enhanced Port: für die Steuerung des Transceivers.
    Standard Port: für Zusatzfunktionen, z.B. CW-Keying.
  • CAT-Software Win4Yaesu für die Steuerung des Transceivers. Diese Software wird mit HamRS gepaart und ist dann der Master für das System.
  • Virtual Serial Ports Emulator für die Paarung von Win4Yaesu mit HamRS.

Natürlich kann man die gleiche oder ähnliche Konfiguration auch für andere Typen von Transceivern verwenden. Voraussetzung bei der Hardware ist nur die Möglichkeit zur CAT-Steuerung und bei der CAT-Software die Bereitstellung von virtuellen COM-Ports für die Einbindung weiterer Programme.

mein Setup für Fall 4

  • Installation der ausgewählten Software.
  • Virtual Serial Ports Emulator aufrufen. Zwei virtuelle COM-Ports anlegen und paaren. Bei mir sind das die COM-Ports 10 und 11. Kontrolle im Gerätemanager.
    Diese Paarung sollte auch nach einem Neustart des Computers erhalten bleiben, muss also nur einmal erledigt werden.
  • USB-Verbindung zwischen Notebook und Transceiver herstellen. Zwei virtuelle COM-Ports werden automatisch angelegt: ein Enhanced COM-Port und ein Standard COM-Port. Bei mir sind das COM-Port 3 und COM-Port 4. Kontrolle im Gerätemanager. 
  • CAT-Software starten und in den Grundeinstellungen den Enhanced Port auswählen. Für diesen Port dieselbe Baudrate wie die der CAT-Schnittstelle im Transceiver einstellen. Bei mir ist das 38400.
    Diese Einstellung sollte auch nach einem Neustart des Computers erhalten bleiben, muss also auch nur einmal erledigt werden.
  • Verbindung testen: der Transceiver sollte sich jetzt per CAT-Software steuern lassen.
  • In den Einstellungen der CAT-Software für "3rd Party Hardware/Software" den gepaarten Übergabeport für die Logbuch-Software auswählen. Bei mir ist das COM-Port 10, siehe oben. 
    Die Baudrate für diesen virtuellen Port muss nicht unbedingt dieselbe sein wie für den gepaarten Port, ich würde es aber empfehlen. Bei mir ist das 38400.
  • Logbuch-Software starten. In den Einstellungen für Rig Control den gepaarten Übernahmeport auswählen. Bei mir ist das COM-Port 11, siehe oben. Baudrate einstellen, bei mir ist das ebenfalls 38400.
  • Die am Transceiver eingestellten Werte sollten jetzt in beiden Programmen sichtbar sein und können von der Logbuch-Software übernommen werden.
  • Bei einem Neustart immer zuerst die CAT-Software (Master) aufrufen und die Verbindung zum Transceiver testen. Dann die Logbuch-Software aufrufen. Voraussetzung ist die nach wie vor existierende Paarung zwischen den virtuellen COM-Ports 10 und 11.
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